Was ist eigentlich Glück?

Was ist eigentlich Glück?

Wir alle kennen dieses wunderbare Gefühl sich glücklich zu fühlen. Glück, ein Wort mit dem wir viele Assoziationen verbinden. Glück ist das wonach wir streben, jeder ist sein eigenes Glückes Schmied, wir wünschen jemandem Glück bei seiner Prüfung, einen anderen glücklich machen, macht uns selber glücklich usw. .

Doch was ist denn Glück genau, biochemisch gesehen?

Auch wenn wir Glück im ganzen Körper empfinden, entsteht es vor allem in unserem Gehirn. Verschiedene Glückshormone werden in unterschiedlicher Menge in diversen Glückssituationen ausgeschüttet.

Beim bestandenen Bachelor fühlen wir uns ähnlich wie beim Bestehen des Abiturs. Werden wir in den Arm genommen oder gedrückt fühlen wir uns geborgen, eine andere Art des Glücks. Auch wenn wir sportlich über uns hinaus wachsen stellt sich ein Gefühl des Glücks ein, unvergleichbar mit dem Bestehen einer Prüfung oder der Umarmung unseres Partners. Gibt es also unterschiedliches Glück?

Im Mittelhirn liegt unser sogenanntes Belohnungszentrum. Es besteht aus Neuronen, diese sind Nervenzellen, die elektrische Signale aufnehmen und weiterleiten. Wenn etwas passiert, dass uns emotional positiv berührt, dann werden Glückshormone im Belohnungszentrum ausgestoßen. Bedeutenden Einfluss auf Glücksempfindungen haben nachweislich Endorphine, Oxytocin sowie die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Das Gehirn setzt diese Botenstoffe bei unterschiedlichen Aktivitäten frei, zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, beim Geschlechtsverkehr oder beim Sport, aber auch im Zustand zufriedener Entspannung, an dem Serotonin und Endorphine beteiligt sind.

Glücksempfinden wird im Gehirn gesteuert, Glück stellt uns zufrieden, so sehr sogar, dass man bei ständigem Glücklichsein behauptet man könne von Luft und Liebe leben.

Natürlich können wir Menschen nicht pausenlos glücklich sein. Deswegen sorgt das Gehirn dafür, dass unser Glücksgefühl, das heißt die involvierten Neurotransmitter nach einiger Zeit wieder abgebaut werden. Doch wer einmal glücklich war möchte es wieder sein - das Belohnungsystem lässt grüßen. Wir suchen nach Wegen, wie wir Glück wieder und wieder erleben können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten und die sind für jeden etwas anders. Geht man einmal ganz wissenschaftlich auf die Suche nach Glück, dann ist die bevorstehende Weihnachtszeit ein wahres Fest des Glücks.

An einem schönen Adventssonntag treffen sich Dopamin, Serotonin, Oxytocin und Endorphine an der gedeckten Tafel. Die Familie kommt zur Tür hinein und das erste Glücksgefühl stellt sich bei dem ein oder anderen ein. Es wird sich umarmt, gedrückt und damit kommt unser erster Glückspartner Oxytocin ins Spiel. Im Belohnungszentrum unseres Mittelhirns steigt die Konzentration an Oxytocin an und gibt uns das erste gute Glücksgefühl. Beim leckeren Gansessen gesellt sich unser Dopamin und Serotonin zu uns und falls wir noch einen schönen Spaziergang anschließen sind auch die Endorphine am Adventssonntag zu Gast.

Glück ist ein chemischer Prozess in unserem Gehirn und ja es stimmt jeder ist sein eigenes Glückes Schmied. Denn, wenn wir uns bewusst manchen wie wir unsere Freunde Dopamin, Serotonin, Oxytocin und Endorphin zu uns holen, dann können wir unser Glück jeden Tag selbst gestalten: eine Umarmung, Vorfreude, eine sportliche Aktivität, ein schönes Essen, usw. 

Weihnachten ist das Fest der Liebe und des Glücks. Beobachtet was euch glücklich macht und lasst dann im Januar keinen von den 4 Glückshormonen wieder für längere Zeit gehen.

Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit.

Kim Christin Langner

P.S.: Chemisch gesehen ist Trauer nur die Abwesenheit von unseren Glückshormonen.

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